Späte Kindheit – die 6 bis 12-Jährigen

Vom Schuleintritt bis zum Ende der eigentlichen "Grundschulzeit" durchlaufen die Kinder eine Entwicklung, in der sie ihre Welt erobern wollen. Sie gehen allein einkaufen, bewältigen den Schulweg selbst und erledigen Manches bereits ohne Unterstützung durch Erwachsene.

Sie können zunehmend abstrakt denken und entwickeln ihre Vorstellungskraft im Sinn der Imagination. Großes Interesse haben sie daran, wie die Dinge sind und was sie zum Funktionieren bringt. Sie sind sehr daran interessiert, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist, was man darf und was nicht in Ordnung ist. Sie haben also eine hohe Sensibilität für Fragen der Ordnung und erlernen in unserer Gesellschaft die Kulturtechniken – lesen, schreiben, rechnen.

"Grundschule" bedeutete für Maria Montessori die Schule für die 6- bis 12-Jährigen, wobei sie die Mischung von der 1. bis zur 3. Klasse und die Mischung der 4. bis zur 6. Klasse für die günstigste hielt. Aufgrund der Bayerischen Schulgesetzgebung, an die wir teilweise gebunden sind, können wir diese Altersmischung nicht vollständig umsetzen. Wir mischen die Jahrgänge 1 bis 4 und berücksichtigen in der Mittelstufe (Jahrgänge 5 und 6) so weit wie nur möglich, die Bedürfnisse der späten Kindheit.