Die Mittel- und Sekundarstufe

Nach der Grundstufe der MONTESSORI Schule führen wir drei Klassen der Mittelstufe (5./6. Jahrgang), drei Klassen der Jugendstufe (7./8. Jahrgang) und zwei Oberstufenklassen (Jahrgang 9/10).

Die SchülerInnen der Mittelstufenklassen befinden sich noch in der Kindheit; wir unterrichten hier nach den gleichen Prinzipien und mit einem ähnlichen Unterrichtsablauf wie in der Grundschule im Rahmen der Kosmischen Erziehung.

Ab der 7. Klasse sind uns Jugendliche in einer schwierigen Umbruchphase anvertraut. Sie sind im Übergang von der Mentalität des Kindes, das innerhalb der Familie lebt, zur Mentalität des Erwachsenen, der in der Gesellschaft lebt.

Als Entwicklungsaufgabe steht also im Vordergrund, ein Gefühl für die Gesellschaft zu entwickeln und den eigenen Platz darin zu finden. Zu keiner anderen Zeit seines Lebens ist der Mensch so stark mit moralischen Werten und Fragen beschäftigt.

Im Mittelpunkt steht in der Jugendstufe das Lernen in Zusammenhängen. Dies geschieht durch Projektunterricht in kulturhistorischen Fächern und in den Praxisbereichen Wirtschaft, Technik und Soziales. Die Jugendlichen werden bei der Planung mit einbezogen und übernehmen Verantwortung. Ganz wesentliche Elemente bilden die Dokumentation, die Selbstkontrolle und die Reflexion ihrer Arbeit. Dazu führen die Jugendlichen ein Studienbuch.

Unsere SchülerInnen können in der Schülermitverwaltung und bei Vollversammlungen das Schulleben mitgestalten und dabei Verbindlichkeit und die Übernahme von Verantwortung lernen.

In der Sekundarstufe arbeiten wir, ebenso wie in der Grundschule, integrativ, denn Schüler mit besonderen Einschränkungen setzen ihre Schullaufbahn an der MONTESSORI Schule fort. In der Pubertät muss dabei besonders beobachtet werden, ob im Einzelfall der schulische Rahmen noch passt. Für Jugendliche mit Behinderungen muss frühzeitig der Beratungsprozess beginnen, welche Wege ihnen nach Erfüllung der Schulpflicht offen stehen. Es ist sinnvoll, bereits ab der 7. Klasse regelmäßige Beratungsgespräche mit den KlassenlehrerInnen, den BerufsberaternInnen bzw. in Frage kommenden Fördereinrichtungen zu vereinbaren..